Doris Mauser, Mundmalerin (Querschnitt)

1948- Doris Mauser wurde am 20. März 1948 in Heilbronn geboren. Mit 13 Jahren erkrankte Sie an Multipler Sklerose. Sie absolvierte das Gymnasium, studierte in Heidelberg Psychologie und arbeitete bis 1983 als Psychologin. Bereits während des Studiums war sie auf den Rollstuhl angewiesen, doch seit den frühen 1980er Jahren sind auch ihre Arme und Hände gelähmt. In einem Interview bekennt sie: „Der Rollstuhl ist nicht so schlimm, viel schwieriger war für mich der Abschied von den Händen.“
1986- Im Jahr 1986 begann Doris Mauser Aquarelle zu malen. Landschaften, Porträts und vor allem Pflanzen – insbesondere Rosen – zählen zu ihren bevorzugten Motiven. Ihr begrenzter Bewegungsradius zwingt die Mundmalerin, kleinformatige Bilder zu malen, und so entstehen mit feinen Pinselstrichen zarte Miniaturen. Für Bilder in kräftigeren Farbtönen verwendet sie Öl- oder Acrylfarben.
1993- Seit 1993 ist Doris Mauser Stipendiatin der Vereiningung der Mund- und Fußmalenden Künstler Weltweit.
„Das Schöne an der Malerei ist, daß man sich dabei vergißt – durch die Ablenkung werden selbst die Schmerzen weniger“, sagt die Mundmalerin, deren Kraft durch die fortschreitende Krankheit heute nur noch für wenige Stunden Sitzen am Tag ausreicht.
Ein großes Projekt war für Doris Mauser ihre Arbeit an dem Buch „Der Schwetzinger Garten und die Dichter“, das 2003 erschienen ist. Ihre liebevoll gemalten Aquarelle werden ergänzt von Dichter-texten, die ihr Mann Peter Koppenhöfer für das Buch zusammengestellt hat. Ein ähnliches gemeinsames Buchprojekt ist über das Heidelberger Schloß in Arbeit. „Ein Tag, an dem ich nicht gemalt habe, ist ein verlorener Tag für mich“, sagt die Mundmalerin.






