Musical Wheelchairica

Ausgezeichnet mit dem Großen Bronzenen Stern des Sport 2003

Wheelchairica ist ein mitreißendes Musical, das vor Lebenslust und Engagement der Akteure sprüht und den Blick für Lebenssituationen mit Behinderten erweitert. Die 20 Darsteller nehmen sich dabei in ihren rollenden Stühlen ebenso "auf die Schippe" wie alltägliche Situationen mit Fußgängern aufs Korn. Live gesungen und getanzt wird unter der Leitung von Julia Heil. Die Kultur und Sportgruppe Rhein-Neckar e.V. wurde 1993 ins Leben gerufen, um Menschen mit Behinderung Aktivitäten im Freizeit- und Kulturbereich zu eröffnenden und um den Behinderten Breitensport zu stärken. Seit dem weist der Verein durch Kooperationen mit Kliniken, Selbsthilfegruppen und dem Berufsförderungswerk Heidelberg den Mitgliedern neue Wege für Freizeit-, Berufs- und Privatleben.

Spannungsreiche Unterhaltung aus dem Leben im Rollstuhl

 

 

Heute ist die KSG mit seinen verschiedenen Projekten wie Wheelchairica bundesweit Vorbild für die Erweiterung der sportlichen und kulturellen Aktivitäten von Behinderten. Die rockig-fröhliche Musicalcollage präsentierte sich im Dezember vergangenen Jahres erneut im Rampenlicht. Diesmal in einer Neuinszenierung in Zusammenarbeit mit Musikern des Muddy`s Jazz `n Blues Clubs und dem Chor der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim. Nach ausverkauften Vorstellungen in Mannheim (Capitol) und Karlsruhe (Rehab Fachmesse) war in Weinheim Oberbürgermeister Bernhard Schirmherr der Veranstaltung. Das Musical mit handicap - mehr als selbstbewusste Darstellung - räumt auf mit Vorstellungen über das Leben von und mit Behinderten. Spielerisch, humorvoll und kritisch erleichtert es so den vorurteilsfreien Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung (EJMB) wird mit Live-Musik und Chor eine neue Dimension von integrativer Kulturdarbietung auf die Beine und Räder gestellt.

Auszeichnung kürt erstmals Engagement im Breitensport - KSG Rhein-Neckar präsentiert Ausschnitte aus Wheelchairica



07.05.04 - Der Deutsche Sportbund (DSB) hat heute im Forum der DZ Bank in Berlin vor rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Sport und Politik den Auftakt zu einem neuen Wettbewerb verkündet, mit dem künftig besonderer sozialer Einsatz von Vereinen prämiert wird: Die "Sterne des Sports". Auf Einladung des DSB zeigten die KSG Rhein-Neckar Ausschnitte aus dem im Modellprojekt mit dem Großen Bronzenen Stern des Sports ausgezeichneten Musical "Wheelchairica". Im Rahmen der Veranstaltung stellten DSB-Präsident Manfred von Richthofen, Dr. Christopher Pleister, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), und der Karlsruher Bürgermeister Harald Denecken die DSB-Kampagne vor. Moderiert wurde die Diskussion von Jana Thiel, Sportredakteurin beim ZDF.

"Wir sprechen von der umfassenden Anerkennung der Arbeit für das Gemeinwohl. Wir wollen diese überhaupt nicht selbstverständliche Arbeit endlich honorieren", erklärte von Richthofen in Berlin das Ziel der neuen Ehrung für die mittlerweile über 90.000 Vereine unter dem DSB-Dach. Die neue Auszeichnung ist in den Rahmen der DSB-Kampagne "Sport tut Deutschland gut" eingebunden.

Für den gesellschaftlichen Einsatz und innovative Ideen von Sportvereinen werden die neuen Preise in zehn Bereichen verliehen: Unter anderem in der Integrationsarbeit mit Behinderten, der Eingliederung von Migranten und Zuwanderern, der Förderung von Kindern und Jugendlichen und dem Gesundheitssport für alle Altersklassen sowie beim Umweltschutz, dem Management und der Gleichstellung der Geschlechter.

Neben dem DSB und den Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützt auch der Deutsche Städtetag als Vertreter der Kommunen den neuen Wettbewerb. "Wir alle wissen: in vielen Bereichen einer Stadt geht ohne Ehrenamt gar nichts", unterstrich Harald Denecken als Vertreter des Städtetages die Bedeutung des Projektes. Denecken berichtete von den guten Erfahrungen, die in seiner Region im Rahmen des Modellprojekte "Sterne des Sports" gesammelt wurden. Dort wurden im verganenen Jahr die ersten Sterne verliehen.

 

Der Wettbewerb wird auf drei Ebenen durchgeführt: Die regionalen Verbände im Sport und die Kreis- und Stadtsportbünde sowie die Volksbanken und Raffeisenbanken werden nun die "Sterne des Sports" mit Leben erfüllen. Von einer lokalen Jury werden bei jeder Auszeichnung zunächst die "Sterne des Sports" in Bronze ermittelt, der Verein mit der höchsten Punktzahl erhält den "Großen Stern in Bronze". Danach folgt unter starker Mitwirkung der Landessportbünde und der Regionalverbände der Volksbanken und Raiffeisenbanken die Verleihung der "Sterne des Sports" in Silber. Der Landessieger erhält wiederum den "Großen Stern in Silber". Unter den 16 Landessiegern wird dann der erste bundesweite Träger des "Großen Sterns in Gold" ermittelt. Die Preise sind auf allen Ebenen auch mit einer Geldprämie verbunden.