Helen Keller

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Helen Keller wurde als gesundes Kind am 27. Juni 1880 in Alabama geboren, verlor aber durch eine Hirnhautentzündung im Alter von 19 Monaten ihr Seh- und Hörvermögen (sogenannte Defektheilung).

 

Bald darauf hörte sie auch auf, lautsprachliche Äußerungen zu tätigen. Sie entwickelte Handzeichen, um mit ihrer Umgebung zu kommunizieren, doch konnte sie sich oft nicht verständlich machen. Ihre Frustration darüber führte zu immer heftigeren Wutausbrüchen.

 

Im März 1887 kam ihre Lehrerin Anne Sullivan Macy, ausgebildet im Perkins-Institut für Blinde und zu diesem Zeitpunkt knapp 21 Jahre alt, aus Boston nach Alabama. Anne Sullivan hatte im Perkins-Institut mit Laura Bridgman zusammengelebt, der ersten Taubblinden, die die Sprache erworben hatte.

 

Lauras „Sprache“ bestand im Fingeralphabet für Gehörlose, das ihr auf die Handfläche buchstabiert wurde. Später lernte sie die Quadratschrift, eine Art Druckschrift, die mit Bleistift geschrieben wurde, und konnte Bücher in erhaben geprägter Schrift lesen.

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Anne Sullivan ließ das Kind einen Gegenstand berühren und buchstabierte ihm dessen Namen gleichzeitig in die freie Hand, wobei sie ein Fingeralphabet, wie es zum Teil von Gehörlosen benutzt wird, verwendete. Diesen Zusammenhang begriff Helen sehr schnell.

 

Dennoch versuchte 1890 Helen Keller, angeregt durch die Geschichte der taubblinden Norwegerin Ragnhild Kaata, Sprache oral zu produzieren. Keller konnte lautliche Äußerungen von anderen Menschen, die weder das Fingeralphabet, noch die Brailleschrift beherrschten, durch Abtasten der Lippenbewegungen verstehen.

 

Helen Adams Keller wurde trotz ihrer Behinderung eine erfolgreiche Schriftstellerin, die unzähligen Leidensgenossen Mut machte und eine Reform der Blindenerziehung durchsetzte. Und sie erreichte auch die Einführung einer einheitlichen Blindenschrift.

 

Ihre Werke:
·    "Geschichte meines Lebens"
·    "Meine Welt"
·    "Dunkelheit"
·    "Mitten im Lebensstrom"
·    "Lasst uns glauben"
·    "Licht in mein Dunkel"


Sie starb 1968 im Schlaf und wurde in der Washington National Cathedral beigesetzt.

 

 

 

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