Emmanuelle Laborit

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Emmanuelle Laborit geboren am 18. Oktober 1971 in Paris ist eine französische Schauspielerin.

 

Ihre frühe Kindheit ist geprägt von dem Gefühl, durch eine undurchdringliche Mauer von der Welt ausgeschlossen zu sein. Sie kann zwar von den Lippen lesen und verstehen, was die anderen sagen, aber sich selbst mitzuteilen wird ihr erst möglich, als sie  im Alter von 7 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern die Gebärdensprache erlernt.

 

Sie studierte in Washington D.C. an der Gallaudet University, einer Universität für gehörlose Studenten.

 

Bereits als Kind sammelte sie erste Kamera- und Bühnenerfahrung und feierte 1992 als Theaterschauspielerin in Frankreich ihren Durchbruch mit der Darstellung der gehörlosen Sarah in dem Stück Les Enfants du Silence (Kinder der Stille oder Kinder des Schweigens), für die sie mit dem Theaterpreis Moliére ausgezeichnet wurde.

 

Dem internationalen Publikum wurde sie in der französisch-italienischen Koproduktion "Die stumme Herzogin" (1996) bekannt. Im gleichen Jahr stand Laborit für den deutschen Kinofilm "Jenseits der Stille" unter der Regie von Caroline Link vor der Kamera und wurde für ihre Darstellung der gehörlosen Mutter einer werdenden jungen Musikerin für den Deutschen Filmpreis nominiert. Auf der Leinwand wirkte Laborit zuletzt in der französischen Folge des Episodenfilms 11'09"01 – September 11 mit.

 

Privat setzt sich Laborit für die Anerkennung der Gebärdensprache und eine eigene Kultur der Gehörlosen ein und hat ihren Kampfgeist in dem Erfahrungsbericht Der Schrei der Möwe zu Papier gebracht.