George Flores

Name: George Flores
Alter: 39 Jahre
Behinderung: Querschnittlähmung
Wohnort: Chicago
Kunstdisziplin: Harfenist
Am 11. September 2004, George war gerade mit seinem Motorrad auf dem Heimweg von einem Konzert als er 15 Meter tief in ein abgelegenes Waldstück fiel und auf einer Wiese eines Feuchtgebietes landete. Niemand bemerkte den Unfall und konnte dem bewusstlosen George helfen.
Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sein Kampf für Genesung von seinem Kampf gegen das Gesundheitssystem vermischt wurde. Da er selbstständig war, hatte er keine Krankenversicherung und das hatte immensen Einfluss auf seine medizinische Betreuung.

Fünf Tage wartete er auf eine Operation seines Rückenmarks, er ist überzeugt, dass es daran liegt, dass der behandelnde Arzt keine nicht-versicherten Patienten akzeptiert. Nach drei Wochen wurde George in ein Rehabilitationsklinik transportiert. Sein Genesungsweg war beschwerlich und George ist der Meinung, dass er das hätte verhindern können, indem er angemessene Vorkehrungen getroffen hätte.
Nachdem er sich zurück ins Leben gekämpft hatte, begann er darum zu kämpfen, seinen Lebensunterhalt selbstständig als Harfen Techniker zu bestreiten.
"Ich bin einer der wenigen Menschen auf der Welt, der dies professionell betreibt. Ich arbeite für Orchester und Symphonien in jedem größeren Land ebenso wie für Lehrer und Studenten weltweit. Vor meinem Unfall war ich wohl der Beste auf meinem Gebiet."
Aber nun als Querschnittgelähmter, ist Wissen allein nicht genug. " Um weiter zu arbeiten wie bisher, brauche ich einen Aufsteh-Rollstuhl, denn eine Harfe ist bis zu drei Meter hoch. Der Weg um das zu realisieren war sehr schwer, aufgrund von enormen Kürzungen bei der medizinischen Versorgung."
Bis er seine Arbeit wieder aufnehmen konnte versuchte er sich selbst zu beschäftigen. Er arbeitete als Mentor und Berater im Rehabilitationszentrum in Chicago. Außerdem arbeitete er daran eine neue Sportart zu entwickeln. "Ich weiß, das hört sich verrückt an, " sagt George, "aber es geht um Rollstuhlboxen. Ich kam darauf, nachdem ich viele junge, querschnittgelähmte Menschen kennen gelernt hatte, die auf der Straße bei einem Schusswechsel verletzt wurden. Ich kann mir kein gefährlicheres Gangmitglied vorstellen, als einen Rollstuhlfahrer mit einer Waffe und ohne Hoffnung. Ich glaube, dass dieser Sport Disziplin und positives Denken vermitteln kann, sowohl mental als auch physisch."
Er hofft, damit eines Tages bei den Paralympics antreten zu können.
